Unternehmenskultur verändern

Veränderung beginnt damit, ehrlich zu sein und endet nie. Zu verändern bedeutet, zu lernen.

Zuletzt aktualisiert: 30/09/2020
Autor: Christian Walter Hinze

Wer die Unternehmenskultur verändern will, muss...

…muss sich und sein Verhalten ändern.

Viele Führungskräfte wollen ihr Unternehmen verändern. Sie wollen mehr Teamgeist, mehr Kommunikation und, wenn dann noch Zeit übrig bleibt, den unternehmerischen Gewinn erhöhen.

Doch sie schaffen es selten, weil sie sich und ihr Verhalten nicht verändern wollen.

Viele von uns erwarten, dass sich die anderen ändern mögen, denn dann müssten wir es nicht tun.

Wir wollen Dinge verändern und erwarten, dass wir so bleiben können wie wir sind. Das wir fortsetzen, was wir immer getan haben.

Das ist verrückt.

In meinem Artikel darüber, wie Sie Ihr Betriebsklima verbessern könnten, erfahren Sie, was Sie sofort tun können.

Aber hier, in diesem Artikel erfahren Sie, was Sie brauchen, damit Ihr Unternehmenskultur flexibel und veränderbar bleibt. 

Nur der Chef kann die Unternehmenskultur ändern

Klingt unfair, oder?

Warum behaupte ich, dass nur der Chef eines Unternehmens die Unternehmenskultur ändern kann?

Weil er „Ja“ sagen kann. 

Er kann „Ja“ sagen zu neuen Konzepten, Strategien und Methoden, die im Sinne der Kultur umgesetzt werden sollen.

Er gibt Gelder frei und bestimmt über die Ressourcen und trifft Entscheidungen, die das ganze Unternehmen betreffen.

Ein Abteilungsleiter kann das nicht.

Ein Abteilungsleiter kann innerhalb seiner Möglichkeiten Impulse setzen, doch mehr nicht.

Aufgrund der Verantwortung, die er trägt, kann er die Kultur nach der Änderung unterstützen, sodass diese fotbesteht. 

Schließlich wollen Sie Ihre Kultur nicht nur ändern, wenn es nötig ist, sondern Sie wollen Ihre Unternehmenskultur verbessern

Wäre ein Chef gegen die neue Kultur, gegen Maßnahmen die ein besseres Miteinander bewirken, dann tritt nie eine Änderung in Kraft.

Doch was muss der Chef tun, nachdem er sich für die neue Kultur entschieden hat und weiß, wohin das Unternehmen geht?

Er ist derjenige, der das letzte Wort hat und dieses entscheidet. 

Jemand, der nichts bestimmen kann, kann nichts verändern.

Sie riskieren, sich lächerlich zu machen

So löblich es auch klingt, dass Sie sich verändern wollen, Sie riskieren damit Ihren Ruf, den Sie aufgebaut haben. 

Sie riskieren es, zum Gespött zu werden, weil Sie jetzt etwas vertreten, was die anderen nicht kennen.

In dem Moment, in dem Sie etwas verändern wollen, deutet es darauf hin, dass das Vergangene automatische schlecht war.

Was vorher gemacht worden war, war alles unzureichend und ab jetzt wird alles besser.

Wird es das wirklich?

Wir seriös erscheint jemand, der ständig seine Meinung änder?

Wie flexibel erscheint jemand, der stets seiner Routine folgt?

Sehen Sie die Crux?

Zum einen müssen Sie den Spagat schaffen, Routinen festzulegen, aber auch Flexibilität und Veränderung im Unternehmen zu fördern, ohne dabei vergangenen Maßnahmen zu kritisieren.

Denn was denken Sie, denken Menschen über Ihre Äußerungen und Ihre nächsten Maßnahmen, wenn diese wissen, das diese wieder kritisiert werden, sobald die nächste Veränderungswelle rollt?

Wettert jemand gegen das, was er gestern unterstützt hat, hält man ihn für unglaubwürdig.

Überraschen Sie Ihre Kollegen mit einem Soft-Opening

Die meisten Chefs stellen Ihre Kollegen ‚ungewollt‘ vor vollendete Tatsachen.

Sie sind von den Maßnahmen überzeugt, die Sie getroffen haben, denn Sie unterstützen Sie darin, die Ziele Ihres Unternehmens zu erreichen.

Das hat zur Folge, dass Sie im nächsten Vorstandsmeeting Ihren Kollegen von den Maßnahmen und den anstehenden Änderungen im Betrieb berichten.

Doch wie reagieren Ihre Kollegen?

Selbst bei den besten Maßnahmen, fühlen sich Ihre Kollegen vor den Kopf gestoßen.

Ihr Kollegen und Mitarbeiter bezweifeln, dass die Maßnahmen genauso funktionieren, wie sie es theoretisch sollen.

Sie fühlen sich überrumpelt und würden lieber beim alten Verhalten bleiben, da sie dies kennen und wissen, wie es ist.

Der Vorteil am sog. Soft-Opening ist, dass Sie die Maßnahmen testen können, von denen Sie sich so viel versprechen.

Sie können nicht garantieren, dass sich die Maßnahmen auszahlen und Sie können schon gar nicht vorhersehen, welche Probleme durch die Umstellung auftauchen werden.

Treten Sie daher nicht mit fertigen Lösungen und „So wird’s gemacht“-Änderungen vor Ihr Team, sondern stellen Sie Ihr Konzept vor.

Und zwar mit der Ergänzung, dass sie alle dies testen wollen, um die Theorie mit der Praxis abzugleichen.

 

Die meisten Chefs stellen Ihre Kollegen 'ungewollt' vor vollendete Tatsachen.

Wer muss die Idee zur Änderung liefern und begründen?

Die Idee kann auch jemand anderer liefern. Das Sie Chef sind und das letzte Wort bei Entscheidungen haben, bedeutet nicht, dass Sie alle Ideen zu Änderungen liefern müssen.

Es ist nahezu unmöglich für Sie, zu wissen, womit Ihre Kollegen Probleme haben und was diese an ihrem Alltag ändern würden.

Die Lösung besteht darin, dass andere dazu ermutigt werden bzw. wissen, dass sie mit ihren Ideen zu Ihnen kommen können.

Zu jemanden, der ihnen zuhört und der, wenn er überzeugt ist, diese Idee umsetzen kann.

Es befreit Sie von dem Ballast, alles alleine stemmen zu müssen und Ihre Kollegen und Mitarbeiter beflügelt es, mit Ideen aufzuwarten.

Eine Win – Win Situation.

Dies gelingt in Ihrem Unternehmen natürlich nu dann, wenn Menschen frei sprechen dürfen und wen man sie wahrnimmt.

Empathie und ein persönliches Miteinander sind die Basis dafür, dass sie miteinander reden und einander zuhören.

Fehlen diese Eigenschaften, scheitert selbst die grundlegende Strategie. 

 

Wer die Veränderung nicht begründet, kann sie nicht rechtfertigen und damit nicht durchsetzen.

Ändern Sie nicht zu viel auf einmal

Welche Änderung hatte Erfolg? Das fragen sich viele Unternehmer, nachdem sie so viele Maßnahmen durchgeführt haben, was es erschwert zu sagen, welche Maßnahme denn erfolgreich war.

Das ist so, als ob Sie übergewichtig wären und abnehmen wollen. 

Um zu erfahren, welche Maßnahme den Erfolg / Misserfolg bewirkt hat, starten Sie jeweils mit nur einer Maßnahme.

Integrieren Sie nacheinander gesunde Lebensmittel, Sport, Mentaltraining usw. in Ihr Leben.

Dann fällt es Ihnen leichter zu sagen, welche Maßnahme welche Wirkung bewirkt hat.

Somit können Sie nachsteuern und verstehen, wie Sie sich entwickelt haben.

Gerade Sie als Unternehmer wissen, wie wichtig es ist, zu verstehen, was in Ihrem Unternehmen funktioniert und was nicht funktioniert. 

Dies erleichtert es Ihnen, Ihren Kollegen gegenüber Maßnahmen zu pausieren oder zu fördern, weil Sie belegen können, wie effektiv ein jede von ihnen war.

 

Wie schnell kann sich Ihr Unternehmen ändern?

Was glauben Sie?

Ändern sich kleine Unternehmen oder große Unternehmen schneller?

(Trommelwirbel)

Antwort: Keines der beiden.

Ob groß oder klein, jedes Unternehmen kann sich schnell ändern und an neue Bedingungen anpassen, wenn es den persönlichen Kontakt wahrt.

Wenn überhaupt, ist das der einzige Vorteil kleiner Unternehmen, dass man noch direkt in Kontakt steht.

Damit sich auch große und etablierte Unternehmen schnell ändern können, wenn sie es müssen, müssen sie den persönlichen Kontakt und die persönliche Beziehung unter einander pflegen.

Spricht der Chef bei der Versammlung zu seinen 300 Kollegen und präsentiert die angestrebten Änderungen, dann juckt das den Kollegen, der gerade in der Buchhaltung sitzt, herzlich wenig.

Der Kollege in der Buchhaltung bekommt nichts mit und hat auch sonst mit denen da oben wenig zu tun.

Jedoch steht er mit seinem Abteilungsleiter oft in Kontakt und pflegt ein freundschaftliches Verhältnis zu seinen Kollegen.

Wenn diese ihm erzählen, was geändert werden soll und wo man sich umstellen müsste, hört der Kollege in der Buchhaltung eher zu.

Denn ihm wird nicht wie 400 anderen durch einen Newsletter oder durch eine unpersönliche „sie alle“-Ansprache etwas gesagt, sondern in einem persönlichen Gespräch.

In einem persönlichen Gespräch mit Menschen, die er kennt, womöglich mag und denen er vertraut.

Das kann einer der Schlüssel sein, damit selbst große Unternehmen sich schneller ändern und anpassen können. 

Wie klingt das für Sie?

Ich arbeite weder als Psychologe, noch als Therapeut. Als Coach ist es mein Bestreben, dass Sie Ihr Ziel erreichen und dass ich Sie dabei bestens unterstützen kann.

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